Lt.Jg Asu - TEC - Log 03 - 2019.7



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    Wörter: 398

    Akademiegelände

    Persönliches Logbuch Lt.Jg. Asu, Sternzeit 2019.7, 09:30 Ortszeit.

    Aufgrund der Untersuchungen in der Werkstatt war mein Arbeitsbereich heute gesperrt und ich hatte nichts zu tun außer mir über mein Verhalten Gedanken zu machen. War ich wirklich so sonderbar wie ich das gestern im Gefühl hatte? Ich nahm mir mein Pad und setzte mich in eine der Bars um die Akademie um zu lernen. Zugegeben, es war eigentlich eine Ausrede um nicht mit den Leuten der Security oder Anderen von meinem Team der Werkstatt zu tun haben zu müssen. War das meine menschliche Seite, die hier nach Auslauf verlangte?

    Ich konnte es nicht sagen und weiß es nicht. Und nun kommt mir noch diese Mission in die Quere, die so geheim ist, dass sie wohl selbst nicht wissen, auf was wir uns da einlassen. Ich atmete ruhig und besann mich auf mich selbst.

    Konnte ich etwas tun, um mehr in Erfahrung zu bringen? Nein.
    Konnte ich etwas tun, außer warten? Nein.

    Warum sollte ich mich also damit beschäftigen? Ich wurde ruhiger und versank immer tiefer in Gedanken an das ewige Nichts, als mich eine Nachricht auf meinem Pad erreichte. Also streckte ich mich, nahm endlich vom Kellner Notiz, der mich mit den Worten "Harter Tag?" zurück in die Realität holte. Ich nickte und bestellte ein Glas Tee, da sich Nachrichten damit besser verkraften ließen.

    Der Tee kam an und ich nahm den ersten Schluck. Die Nachricht war ein simples Textdokument mit valider, digitaler Signatur. Ich konnte dem Dokument und den darin geschriebenen Inhalten also vertrauen. Die ersten Zeilen waren allgemeiner Text, genauso vielsagend wie die Rede des Admirals. Ich nahm einen weiteren Schluck Tee und musste lächeln, wie ich mir den Admiral vorstellte, wie er technische Datenblätter rezitierte, anstelle der Informationen die ich wollte. Und da war auch schon wieder der menschliche, irrationale Teil, welcher für die Endorphine in meinem Blut verantwortlich war.

    Lächelnd las ich im Text weiter, bis ich zu den ersten, handfesten Informationen kam: Morgen war das finale Briefing nebst Abflug. Es wurde erwartet, dass wir mit leichtem Standardgepäck beim Abflugplatz erschienen. Mit diesen Worten war das Lächeln auch schon wieder verschwunden und ich hatte meine Balance wieder gefunden. Ich holte noch einmal Luft, leerte den Tee und begab mich wieder zu meinem Quartier um den Tag in Meditation zu verbringen und um Musik zu nutzen, da mein Gepäck schon neben der Tür bereit stand.


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