PO1 Garret O'Neal - SEC - Log 04 - 2019.7



  • Hauptpersonen: MCPO Hunter Phillips
    Nebenpersonen: SEC Crew
    Wörter: 881

    Quartier

    Es ist früh am Morgen und irgend ein Irrer, namens Hunter, malträtierte meinen Türsummer und überschrieb schließlich das Sicherheitsprotokoll um mich aus dem Schlaf zu befördern. Um 4 Uhr am Morgen. Der Typ hat doch echt einen Vogel. Gerade um diese Uhrzeit hätte ich jede andere Person einfach nur umgebracht, wäre da nicht ein Pad in meinem Blickfeld welches den Satz "Wir sollten es nochmal miteinander probieren" zeigte. Mit einem Schlag saß ich aufrecht im Bett. Mein Kumpel und Vorgesetzter hatte ein echtes Problem, schoss es mir durch den Kopf.

    So schnell ich konnte sprang ich aus dem Bett, ins Bad und in eine frische Uniform während mir der Schatten Hunters selbst mit den Blicken folgte. So schlimm sah der Typ nicht mal aus, als er... Egal. Ich hatte jetzt keine Zeit in Erinnerungen zu schweben. Jetzt musste eine Lösung her.

    Hunters Zeug musste evakuiert und er selbst schnellstens in Sicherheit gebracht werden. Während er noch zitternd mit dem Pad an einem Kaffee hing, beschloss ich die Initiative zu ergreifen und fragte ihn, wer bei den Shuttles Dienst habe. "Barkley" war die Antwort. Ich nahm mir die Freiheit und kontaktierte ihn umgehend. Barkley seines Zeichens mag zwar keine Intelligenzbestie sein, doch verstand er, was es heisst, Hunter zu retten. Er war es, der uns als einzige Person Zeit kaufen konnte, die wir jetzt mehr als nur dringend brauchen konnten, da die auf dem Pad angezeigte Nachricht, die Hunter immer wieder rezitierte eine Ankunftszeit von jetzt verkündete.

    Campus

    Mit Taschen bepackt spurteten wir zu Hunters Wohnung um seine Sachen zu evakuieren. Seine saubere Wohnung enthielt einige persönliche Gegenstände, die wir schnellstens in die Taschen warfen, bis uns Barkley kontaktierte, dass sie nun durch gelassen werden musste. Das heisst, wir hatten noch exakt 197 Schritte bis sie hier war. Warum ich das so genau weiß? Ich lief hier oft genug entlang und das war alles was wir zu tun hatten. Mit den Worten "Raus hier!!", bugsierte ich die Taschen beim Badezimmerfenster nach draußen. Hunter und ich waren gerade aus dem Fenster verschwunden, als auch schon die Tür aufging. Wir konnten zwar nicht sehen, wer da ankam, doch war es nun auch schon zu spät um zu laufen. Also drückten wir uns an die Mauer und schlichen uns langsam außer Sichtweite des Gebäudes.

    Hunter schien sich inzwischen etwas gefangen zu haben und atmete tief durch, eine Hand am Gürtel seines Phasers haltend. Einige Umwege schlagend erreichten wir schließlich mein Quartier, wo wir erstmal seine Sachen lagern konnten ohne dass es auffiel oder wir von Waffen gebrauch machen mussten. Schade eigentlich, aber immerhin - eine erste Schlacht gewonnen. Nun geht es darum, den Krieg zu gewinnen. Doch um den Krieg zu gewinnen, brauchten wir Verbündete.

    Ich ging also einige Leute in meinem Kopf durch, welchen ich vertrauen konnte. Also - da war mal als Erstes Hunter. Dann ... Dann war ich eigentlich auch schon mit der Liste der engsten Vertrauten am Ende. Barkley war jemand, der eigentlich immer gerne für Späße zur Verfügung stand - nur mein Leben anvertrauen würde ich ihm nicht. Genauso der Rest des Teams. Kameraden, aber keine Krieger. Also musste ich Hunter in erster Linie selbst verstecken - und nirgendwo war er sicherer als in meiner Nähe und in meiner Wohnung.

    Nachdem Hunter nun halbwegs zu sich kam, begann er mit so unnötigen Dingen wie den Kaffeebecher von vorhin aufzuräumen und zu putzen. Ja, er war noch nicht ganz der Alte und seine Prioritäten standen definitiv noch nicht richtig. Wir waren hier schließlich im Krieg. Ich besorgte schließlich zwei Becher Blutwein um Hunter zur Vernunft zu bringen. Ich bin mir sicher, dass das das Richtige ist, da es bei mir ja auch immer geklappt hatte.

    Als Hunter die Becher sah, schien er wieder der Alte zu werden. Seine Rede begann mit dem Wort "Scheisse." Das erste Wort seit der Evakuierung seiner Behausung. Dann griff er mich am Arm, zog sich hoch und klopfte mir anerkennend auf die Schulter. Wenn ich seinen Berichten trauen kann - und das kann ich - dann ist seine Ex der leibhaftige Fek'lhr gegen den kein Kraut gewachsen war. Also musste ich das morgendliche Briefing unseres Teams übernehmen, während Hunter so gut wie unsichtbar wurde.

    SEC-Office

    Ich schwor die Teams auf Hunter ein und erklärte ihnen den Ernst der Lage. Barkley bestätigte nur, wie schrecklich Hunters Ex war, was dem ganzen Team die blanke Angst die Augen trieb. So demoralisiert kann das Team nicht arbeiten. Also begann ich damit, unsere Heldentaten zu erzählen und daran zu erinnern, was wir schon alles überlebt hatten. Dann ein Aufschrei von Hunter, der uns sofort einen Schützenigel bilden lies. Phaser entsichert begannen wir das Büro zu durchforsten. Nicht dass dieser Teufel meinen Kameraden geholt hatte. Und sofort stürmte Hunter in unsere Mitte und pries die Götter und verkündigte, dass wir ihn nur noch bis Morgen zu verstecken hatten, da er dann auf einer Mission sein würde. Zu mir gewandt: "Dein Gesuch wurde bestätigt."

    Das Team packte die Phaser wieder weg und wir begannen Pläne zu schmieden. Wir konnten seine Ex nicht pausenlos irgendwo festhalten und durchsuchen - also teilten wir unsere Gruppen derart auf, dass wir so viel Fläche wie möglich überblicken konnten und wir somit Hunter durch gesicherte Korridore leiten konnten. Wir mussten ja nur bis zum Abend durchhalten. Jawohl. Durchhalten, Männer. Durchhalten. Bei Kahless. Nur Mut.


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