Lt.Jg Asu - TEC - Log 04 - 2019.7



  • Hauptpersonen: Gesamte Crew
    Nebenpersonen:
    Wörter: 603

    Akademiegelände

    Persönliches Logbuch Lt.Jg. Asu, Sternzeit 2019.7, 04:30 Ortszeit.

    Mein Wecker riss mich etwas unsanft aus der Meditation. Heute war der im Befehl angekündigte Abflug zu einer uns unbekannten Mission. Also nichts wie los. Ich zog mich zügig an und nahm ein Sandwich auf den Weg um meinen Kalorienbedarf am Weg zu decken. Mit meinem Gepäck in der Hand ging es nun im Eilschritt zur Waffenkammer um einen Phaser zu beschaffen, da dieser in der Standard-Ausrüstung vorgesehen war. Klasse II, da ich ja Offizier bin.

    Trotz meiner Meditation machte sich meine menschliche Seite diesmal wieder stärker bemerkbar, da ich diese Unruhe, die ich seit zwei Tagen hatte nicht aus dem Geist bringe. Mit dem Phaser am Gurt der Uniform ging es nun noch mit einem kleinen Umweg zu meinem Arbeitsplatz um ein paar Werkzeuge aufzunehmen, da ich mir zu 90 Prozent sicher bin dass wieder kein EJ-7 Interlock im Gepäck sein würde. Da meine Arbeitsstätte von der Security durcheinander gebracht worden war und nichts mehr auf seinem Platz war, dauerte es bis 04:58, bis ich im vollen Lauf den Sammelplatz erreichte und mich bei einem älteren Security-Offizier kurz anmeldete und wortlos in die Formation eintrat, die er andeutete. Ich hatte noch nicht einmal wirklich Zeit Atem zu schöpfen, als wir alle die Achtung-Position einzunehmen hatten um dann wieder im Ruht zu stehen.

    Zu meinem Glück waren solche Tänze nur marginal erforderlich und kein täglicher Bestandteil meiner Arbeit. Ich richtete gerade meine Schuhspitzen unauffällig aus, als die Luke des Shuttles geöffnet wurde und eine etwas sehr atypische Medizin-Offizierin aus dem Runabout trat. Sie war offensichtlich menschlich von zierlicher Statur, die von einem Mantel umspielt wurde. Das stimmige Bild wurde durch einen Typ II Phaser am Gurt nebst Typ III auf ihrem Rücken durchbrochen. Zugegeben, dieses ungewöhnliche Erscheinungsbild lies einige Leute scharf einatmen. Den äußeren Anzeichen nach war die Frau wahrscheinlich in den Zwanzigern ihres Lebens angekommen und schon durch die Akademie durchgekommen. Eine reife Leistung, wenn man dazu noch den Rang eines Commanders inne hat. Faszinierend, aber nicht logisch.

    Der Security-Offizier der uns hier aufgestellt hatte, hieß Hunter. So viel war klar und dass er den Tag zuvor wohl eine etwas schwierigere Zeit hatte, zeugten die etwas ungründliche Rasur sowie dunkle Ringe unter den Augen nebst Ausdünstungen die auf sehr starken Alkohol zurückzuführen sind. Er meldete uns dem Protokoll entsprechend an. Es folgte das alte Spiel zum guten Morgen, welches ich schon während der Grundausbildung nicht gemocht hatte. Doch die Show hatte erst begonnen und ich suchte bereits nach einer versteckten Kamera.

    Diese Commander bat uns komplett ohne Befehlston, das Shuttle zu betreten und das Gepäck in die dafür vorgesehenen Stauräume zu legen. Platzsparend. Das allgemeine Gemurmel in der Formation war ein klares Zeichen von Verwirrung, da man einen sehr scharfen Befehlston erwartete, da es sich ja offensichtlich um jemanden frisch von der Ausbildung handelte, die sich erst mal beweisen wollte. Nachdem ihr das offensichtlich zu lange dauerte, bis die Leute sich in Bewegung setzten, folgte der Hinweis, dass es im Shuttle Kaffee gäbe. Ich zuckte mit den Schultern und folgte den Anderen in das Innere des Shuttles, wo ich meinen Phaser im Waffenschrank deponierte und meine Sachen an verstaute und im Shuttle am Rand Aufstellung bezog.

    Doch entgegen entspanntem Kaffeetrinken kam im Shuttle der richtige Schock. Im Transporter lehnte unbeteiligt ein Admiral, der das Treiben beobachtete. Doch die darauffolgenden Szenen konnte man nur als skurril bezeichnen, da der Commander die Waffenschränke nach dem Eingang des letzten Phasers und Ablegen ihrer eigenen Bewaffnung versperrte und vom Admiral mit den Worten "Beachten sie mich bitte nicht. Ich bin nicht einmal hier" das Kommando übertragen bekam.


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