Lt.Jg Asu - TEC - Log 05 - 2019.7



  • Hauptpersonen:
    Nebenpersonen: Gesamte Crew
    Wörter: 353

    Im Shuttle, Abflug

    Persönliches Logbuch Lt.Jg. Asu, Sternzeit 2019.7, Briefing

    Ich bin vielleicht nicht diejenige, die optimistisch in eine Situation läuft - dafür habe ich zu viele Informationen und Logik. Aber das was ich hier vorfand lies mich optimistisch stimmen. Eine souveräne Commander, die sich mit einer Selbstverständlichkeit am Boden niederließ und das Briefing bei einer Tasse Kaffee abhielt dürfte wohl nicht zu komplizierte Problemstellungen bekommen. Gerade wenn man dabei den Admiral betrachtete, der sie fast väterlich zu beschützen schien.

    Andererseits musste diese Commander ihr 30. Lebensjahr noch nicht beschritten haben, was eigentlich eine sehr, sehr steile Karriere bedeutet. Oder wenn ich ihr Aussehen beurteile, ein gewisses Geschick im Umgang mit dem anderen Geschlecht höheren Ranges.

    Von der Präsentation erinnerte sie absolut nicht an das was man als Führungsoffizier kannte. Dazu war der Vortrag zu wenig aggressiv gehalten - dennoch hatte sie eine sehr logische und analytische Herangehensweise. Für einen Menschen, eine sehr beachtliche Leistung. Die Mission an sich war ein Schiff zu bergen, was ja dank der hier vorhandenen Mannschaft vollkommen leer sein konnte. Wir würden es zum Ziel schaffen. Der einzige Wermutstropfen bestand im Fehlen der Informationen, von denen sie offensichtlich auch nicht mehr besaß. Was jedoch sicher war, war dass die Anreise verdeckt geschehen musste und wir in einem Frachtcontainer transportiert werden um so ungesehen und mit angemessener Geschwindigkeit reisen konnten. Dann galt es das betreffende Schiff zu suchen und aufgrund der dort vorgefundenen Tatsachen zu entscheiden. Commander Vatak erklärte dies als wenn sie es mit Patienten zu tun hatte. Zugegeben, ein unüblicher Ansatz der aber aufgrund der aktuellen Lage vielleicht einer der Angemessensten war. Eine interessante Person, die offensichtlich eine sehr gute Erziehung und Ausbildung hinter sich hatte.

    Vataks Organisationstalent zeichnete sich für mich damit aus, dass sie die Leute die gleichzeitig auf den Beinen war reduzierte indem sie uns gleich in entsprechende Schichten einteilte. Ruhe, Arbeit und Bereitschaft. Ich durfte die erste Ruhephase nutzen und mich in eine der Kojen zurückziehen. Zugegeben, das war jetzt nicht gerade eine der erfüllendsten Tätigkeiten, aber eine sehr Logische. Da ich letzte Nacht ohnehin nur meditierend verbracht hatte, war etwas Schlaf nicht verkehrt.


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