Lt.Jg Asu - TEC - Log 06 - 2019.8



  • Hauptpersonen:
    Nebenpersonen: Gesamte Crew
    Wörter: 486

    Im Shuttle

    Persönliches Logbuch Lt.Jg. Asu, Sternzeit 2019.8, Nach der ersten Ruhephase

    Unsere Ruhephase neigte sich dem Ende zu, als mein Wecker den Schlummer beendete. Ich nutzte verbleibende Zeit bis zum Schichtbeginn mit Nahrungsaufnahme sowie intensiver Körperpflege, da wir den Luxus einer Ersatzuniform nicht hatten. Der Dienst im Cockpit war zugegebenermaßen etwas spärlich und für mich alles Andere als zufriedenstellend, da ich es gewohnt war eine gewisse Leistung zu bringen. Was hier in diesem begrenzten Rahmen jedoch interessant war, waren die Unterhaltungen mit den anderen Technikern, wo wir die Möglichkeiten zur Tarnung dieses Shuttles auszuloten begannen. Es war richtig erfrischend zu sehen, wie sehr man sich auf hoch technische Lösungen, das Rekonfigurieren der Spulen oder gar Magneton-Impulse verlassen wolle. Auch EPS Pulse kamen zur Sprache. Leider war aber keine der Techniken wirklich brauchbar, da sie unsere Anwesenheit verrieten und somit die Mission gefährdeten.

    Die Debatte lief eine Weile, bis wir durch einen Schrei aus der Heck-Sektion aus unseren Gedanken gerissen wurden. Das Schlimmste erwartend spurtete unser Trupp durch den Gang nach Hinten und konnte sich vor Lachen kaum noch auf den Beinen halten. Dies lag nicht nur an den zombie-ähnlichen Gestalten aus den Kojen, als auch das dargebotene Spektakel wo ein Security - offensichtlicher Klingone - von unserer Commander durch die Gegend geworfen wurde. Ich lachte laut auf und verfluchte gleichzeitig meine menschliche Seite. Lag es an der Nähe des Pon Farr?

    Ich überprüfte diese Befürchtung und konnte erleichtert aufatmen, da ich den Eintrag für das letzte Debakel erst vor 2 Jahren hatte. Das heisst, dass ich noch gut fünf Jahre meine selige Ruhe hatte und diese Mission noch keine Komplikationen zu erwarten seien. Zumindest nicht von dieser Seite. Vorerst. Die Menschliche hingegen machte mir mehr und mehr Sorgen, da sie sich immer wieder ungefragt einmischte und ich somit nicht besser als ein Romulaner war. Von Gefühlen geleitet. Das war so erniedrigend. Meine ganze Erziehung, die Übungen, die Meditation. Ich ballte die Faust um sie irgendwo dagegen zu schlagen, als der Security wieder einmal vor meinen Beinen aufschlug. Er lachte. Wer war nun die irre Person von uns beiden? War ich so bescheuert? Oder er?

    Abermals stand er auf und ging gegen die Commander an und trainierte aus voller Kraft, wie ich erfuhr. War das nötig? Verdrossen ging ich zu meinem Gepäck dass wieder jemand angefasst haben musste - es lag ganze 2 Millimeter anders da, als ich es zurückgelassen hatte. Hatte da jemand wieder seine Pfoten dran? Das kann doch nicht wahr sein! Ich meine, wie soll man sich denn da zurecht finden, wenn ständig alles anders steht?

    Ich drehte mich um und ging wieder zurück ins Cockpit, wo ich mich meditativ den Zahlen auf der letzten verbliebenen Konsole hin gab und die Energiereserven des Shuttles dort lagen wo sie sein sollten. Hier war meine Welt in Ordnung. Ich war alleine in der Logik versunken, wo der Mensch in mir nichts verloren hat. In der Ordnung in mir.


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