MCPO Hunter Phillips - SEC/CXO - Log 07 - 2019.8



  • Hauptpersonen: PO1 Garret O'Neal, CMD Delila Vatak, WO4 Shtaar Zh'athyhliss
    Nebenpersonen: Komplette Crew
    Wörter: 1035

    Shuttle

    Ich war beim ersten Alarmton sofort hellwach, etwas irritiert stellte ich fest dass ich mit dem Teddy rumfuchtelte, was zum Geier war hier los?

    Egal der Alarm ging vor, ich warf den Teddy in den Seesack zog mich an und lief nach vorne, auf das Schlimmste vorbereitet. Der Countdown war auf Null, also unser Ziel erreicht und wir waren in erhöhter Bereitschaft. Das rote Licht half mir relativ gut zu sehen, da ich ja erst aufgewacht war und mir war klar dass nun die Stunde der Wahrheit kommen musste.

    Ich holte meine Leute zu mir, und gab den Befehl zur Bereitschaft, bevor die Sprengung unseres Containers statt fand. Die erste Druckwelle, die uns traf war das besprochene Beschleunigen durch die Triebwerksstrahlen des Transporters. Es fiel wie erwartet etwas ruppig aus. Dann folgte die Sprengung des Containers, was uns dann doch etwas unerwartet traf.

    Gepäck flog durch die Gegend und ein Katzenfell bekam etwas ab. Mit einem Blick sah ich dass sich eine Platte unseres Containers nicht wie erwartet gelöst hatte. Verdammt! Ich lief ein paar Schritte nach vorne und bekam noch mit wie unser Commander in einen Anzug sprang.

    Ein paar Routinegriffe von ihr, schneller Einstieg, Phaserriffle in der Hand - und dann war sie auch schon bei der Luke, rief etwas ins Cockpit und sprang raus. Bevor ich was machen konnte war sie draußen und ich sah das Seil in der Hand eines Technikers, der sie offensichtlich sichern sollte. Auf meinen gebrüllten Befehl, griffen Garret und zwei Andere auf mein Handzeichen nach dem Seil und fanden die perfekte Position um die Commander wieder an Bord zu ziehen, wenn sie das Zeichen gab. Ich stellte mich so an die Tür, dass ich die Commander beobachten konnte und als sich die Platte löste, sah ich auch den Sprengsatz, der die Platte verschwinden lassen sollte. Ohne ihr Zeichen abzuwarten gab ich den Befehl zum Einholen und schloss die Tür, sobald die Commander an Bord war und suchte festen Halt. Die Detonation holte uns von den Beinen und die Crew ergab ein hübsches Knäuel aus Gliedern. Sogar einiges von unserem Gepäck beteiligte sich an diesem Spiel. Wie immer waren die SEC sofort auf den Beinen und sahen zu, die Anderen zu befreien.

    Garret hob jemanden hinter den Kisten raus und ich erkannte Sel'ae, aus meiner Einheit. Diese schien gerade wieder zu Bewusstsein zu kommen und unser Klingone fing sich einen harten Schlag ins Gesicht ein. So sanft, wie er sie auf eine der Kisten setzte, hätte ich es garantiert nicht gekonnt. Gerade dieses Lachen von ihm. Als sie nicht weiter angriff, verschwand es aber und ich konnte getrost unserer Doppel-Blauen das Feld übergeben.

    Als sich alles soweit wieder gesammelt hatte, die paar leicht Verletzten versorgt waren, machte ich mich auf den Weg die Commander zu suchen. Auch wenn sie das sagen hatte, für die Sicherheit war ich zuständig und ein paar Regeln zum Verhalten in diesen Fällen kannte ich sehr wohl und war bereit sie derer zu belehren.

    Sie war ein Rotjäckchen, verdammt. Auch wenn sie im Moment Blau trug.

    Unser lieber Commander saß völlig entspannt mit ihrer Tasse auf ihren Platz, als ich sie fragte ob ich mit ihr unter vier Augen sprechen könnte. Die Unterredung war nicht unbedingt das Format, das ich kannte und es frustrierte mich mehr, als ihr Verhalten davor, da sie ihr Handeln damit begründete, dass sie das Leben von 34 Crewmembern über das eines einzelnen stellte. Typische Lehrbuch-Antwort. Und das Tollste: zu EINEM halbklingonischen Selbstmörder hatte sich eine mindestens genauso harte Commander gesellt. Gute Aussichten für die weitere Mission und meinem Seelenfrieden.

    Apropos Seelenfrieden: Ich erinnerte mich genau, dass der Countdown noch weit über diesen Schlaf hinaus gehen sollte. Mehr als einen Tag noch sogar. Ich denke, ich konnte die Commander dazu sicherlich noch fragen - nur nach dem letzten Gespräch war ich mir nicht ganz so sicher, ob ich eine Antwort auf diese Frage wollte. Wenigstens waren meine Jungs guter Dinge, als sie das Chaos aufräumten, während ich grinsend die Spielkarte vor meinen Füßen aufhob. Vielleicht waren wir alle nur Spielkarten in diesem Leben.

    Persönliches Logbuch, Nachtrag

    Ich erinnere mich klar, dass ich Seelenfrieden erwähnt hatte. Wie dem auch sei, dieser hatte gerade den Todesstoß erhalten, als Garret die Mannschaft versammelte und zu motivieren versuchte. Nur warum ausgerechnet mit meiner Legende von Smith und Wesson? Gut, ich gebe zu, das riesen Rindvieh dass ihm den Floh ins Ohr gesetzt hatte, war ich. Dabei sah die Idee durchaus brauchbar aus, als Travis und die Anderen dabei waren. Zugegeben, ich hatte Tränen in den Augen, mit welcher Inbrunst und Hingebung er die Geschichte erzählte. Mein Grund dafür waren Bauchschmerzen und das Problem nicht laut loszulachen.

    So gesehen war es ja in Ordnung dass er sich zum Affen machte. Um ehrlich zu sein, es war nicht einmal etwas Neues. Nur als er dann den Tarnstift nahm, sich mit exakt den gleichen Worten die mein Ausbildner Streifen ins Gesicht malte, konnte ich noch nicht ahnen, was der Kerl einen Augenblick später machen würde. Und ja, ich wünsche ihn zur Hölle für den Einfall, mir den Stift als Nächstes zu übergeben. Ich sank kraftlos auf eine der Kiste nieder. Aber wenigstens standen Paul, Ben und Travis nicht weit von mir, so dass ich ihnen den Stift als Nächstes in die Hand drücken konnte. Wenn ich schon leiden musste, dann ihr drei auch!


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