WO4 Shtaar Zh'athyhliss - SCI - Log 05 - 2019.8



  • Hauptpersonen: Garett, Hunter
    Nebenpersonen: Komplette Crew
    Wörter: 496

    Shuttle

    Ich bekam bei meinem Trübsal blasen mit, wie ein Teil unserer Crew, nach dem Auffinden des Schiffes zum Außeneinsatz eingeteilt wurde. Eigentlich war das mein Spezialgebiet, aber heute hatte ich ehrlich gesagt keine Lust. Also verhielt ich mich still. Ich wollte in Ruhe um meine Schnuffelbandagen trauern.

    Im Moment kam mir Auftrag, gar nicht mehr so toll vor. Was nützte es, wenn tolle Typen auftauchten, wenn zugleich blöde Katzen anwesend waren? Gott sei Dank, war die Katze mit den anderen Technikern verschwunden. Zu meinem Leidwesen auch Garret. Also blieb ich wo ich war und haderte weiter mit meinem Schicksal. Als ich gerade dabei war mir einen Schlachtplan für neue Bandagen auszudenken, kamen schon die Kollegen zurück. Nach ihrer Untersuchung waren weder Verletzte noch Leichen an Bord. Dafür fehlten ein paar Shuttles und Rettungskapseln.

    Unbewusst steckte ich meine Hände in die Kitteltaschen und mir wurde wieder das fehlen meiner Duftträger bewusst. Zack war mir wieder zum Heulen. Immerhin hatte ich Ruhe, alle warteten auf die Rückkehr vom Rest. Ich auch, obwohl, die Katze konnte gerne dort drüben bleiben. Vor lauter Selbstmitleid, hatte ich wohl die Ankunft der Crew verpennt. Plötzlich stieg mir ein vertrauter, toller Duft entgegen. Etwas herber, als auf den Bandagen, aber irre.

    Etwas schniefend, versuchte ich den Geruch einzuatmen, als ich eine Hand am Hinterkopf spürte. Ich ließ mich seufzend nach vorne sinken und landete auf einen Sixpack und schwelgte im Geruch nach Mann. Ok so konnte ich stundenlang bleiben. Bis ich auf einmal aus dem Augenwinkel, den Leiter der Security, Hunter auf uns zu kommen sah. Halb in Panik gab ich ihm Zeichen dass er weg bleiben sollte. Der Blick war göttlich, dafür machte er eine elegante Kurve und entfernte sich von uns. Also weiter schnüffeln, Nähe genießen und träumen.

    Ich war beinahe soweit meine Fassung zu verlieren, ich bekam gerade noch rechtzeitig mit, wie ich meine Zunge raus streckte und den Bauch ablecken wollte. Schlecht, auffällig und wirklich schlechte Idee. Das würde der Typ ja doch merken. Aber nur sanft mit der Zungenspitze? Irgendwann ging mir auf dass kein Stoff zwischen meinem Gesicht und dem durchtrainierten Bauch war. Also sah ich hoch und erblickte lauter Schrammen und andere Blessuren. Da stand mein Plan plötzlich fest. Ich zog den Kerl hinter mir her. Nahm einen Haufen Kompressen um den größten Schmutz und "Schweiß" abzuwischen und begann mit der Untersuchung. Damit nicht auffiel wie viele Kompressen in meiner Kitteltasche verschwanden, machte ich ein riesen Gezeter und ja der arme Mann litt. Aber er blieb tapfer stehen, mutig war er zumindest.

    Da wir nur die kleine Field-Medic Einheit dabei hatten, da das Shuttle sonst überladen gewesen wäre, fiel mein Verhalten gar nicht auf.
    Nachdem die Schnittwunden, Prellungen, kleiner Quetschungen versorgt waren, verließ ich Garret kurz um meine Beute sicher in meinem Gepäck zu verstauen. dort kam die Katze auf jeden Fall nicht mehr dran. Ein Probe schnupperer und die erste Kompresse wanderte wieder zur Kitteltasche zurück.

    Ok, die Reise hatte doch ihre vergnüglichen Seiten.


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