CMD Delila Vatak - CMO - Log 10 - 2019.11



  • Hauptpersonen: Hunter, Asu
    Nebenpersonen:
    Wörter: 653

    Im Shuttle

    Nachdem wir unser Shuttle im Hangar der USS Pyrrhus verstaut hatten, war das kleine Techniker-Aussenteam zu den Antimaterie-Tanks aufgebrochen war, hatte ich Zeit meine Simulation des Ausruhens fortzuführen. Es war im Moment ohnehin die Aufgabe der Techniker, die grundlegenden Reparaturen und Diagnosen durchzuführen. Somit blieb mir nur das Warten auf den Bericht des Aussenteams übrig.

    Mein Security-Chef Hunter Phillips organisierte auf einen Blick von mir, den Schutz der Techniker und ich wies den Yeoman an, die Berichte in den Computer einzuspeisen, damit ich sie nach eigenem Ermessen abarbeiten konnte. Meine Cheftechnikerin wies ich an, die sich außerhalb unseres Shuttles sichtbaren Gerätschaften zu überprüfen. Die Medizin hatte sich in Bereitschaft zu begeben und ein provisorisches Lazarett für etwaige Arbeitsunfälle zu errichten mit der Aussicht auf eventuell mehr Platz.

    Da nun alle Aufgaben verteilt waren, musste ich mich zurückziehen. Hunter Phillips zog mich bei dieser Gelegenheit auf die Seite und bemerkte, dass ich nun eine Ruhezeit von mindestens 8 Stunden haben werde, für die er persönlich bürge. Am Weg zur ersten Koje, welche ich schon letzte Ruhephase belegt hatte, drückte er mir noch das Phasergewehr in die Hand und mahnte den Halbklingonen alle Leute zu bewaffnen.

    Während ich nun in meinem Quartier lag konnte ich in aller Ruhe die Berichte im Computer sichten und über das kleine ODN Netzwerks des Shuttles bearbeiten. Dabei musste ich sorgsam vorgehen, um nicht gleich entdeckt zu werden. Ich nahm mir vor um jeden Preis vermeiden, dass ich als Android enttarnt wurde. Zumindest vorerst.

    Die Daten der Technik ließen Rückschlüsse auf eine große Anzahl von Fehlfunktionen zu. Woher diese kamen war zu diesem Zeitpunkt zwar irrelevant, jedoch auffallend. Da mein Wissen auf diesem Gebiet nicht ausreichend war um genaue Diagnosen zu stellen, beschränkte ich mich auf den Versuch darin Muster zu erkennen.

    Was die wissenschaftlichen Daten betraf, so waren deren Sensordaten unzuverlässig, deckten sich jedoch mit einigen Entdeckungen der Technik. Somit zog ich es vor, diese zu korrelieren und die Mustersuche auszuweiten. Eines stand jedoch fest: Das Schiff war in diesem Zustand an einem Ort, der es uns einerseits zwar erschwerte es zu bergen - andererseits aber auch vor zufälliger Entdeckung Außenstehender ausreichend geschützt.

    Der rote Alarm, wie wir ihn derzeit nach Vorschrift aufrecht erhielten, war einerseits gerechtfertigt, andererseits nicht haltbar. Nachdem ich meine Schlafsimulation nach 8 Stunden beendete und das Shuttle mit Dehnbewegungen und Strecken verließ, stand sofort einer der Yeomen mit den Berichten bei mir. Ich löste ihn unter simulierter Müdigkeit ab und gab vor, am Weg zum Replikator zu lesen, wo ich meinen "Kaffee" erhielt und ich die Vorräte in meiner Thermoskanne auffüllte.

    Mein Energieniveau war absolut nicht kritisch, da ich über die Ruhephase am Bordnetz des Shuttles genug Energie ziehen konnte, ohne dass es auffiel. Mit der Tasse in der Hand begab ich mich in das Cockpit und auf den Pilotenstuhl, wo ich die Berichte lud und meine vorher berechneten Ergebnisse nachtrug. Zugegeben, ineffizient aber nötig.

    Der Sicherheitschef nickte mir lächelnd zu, als er sich am Replikator eine Ration holte und fragte nach, ob ich an seinen Anweisungen für die Crew Änderungen wünsche. Ich verneinte. Seine Einteilung sah ausreichend Personenschutz vor.

    Da Asu nicht an Bord des Shuttles war, begann ich die Berichte an die Sternenflotte zu überarbeiten. Nach 90 Minuten und 13 Sekunden betrat die gesuchte Person das Cockpit. Ihr Auftreten war das was man als Verärgert bezeichnen konnte. Sie trug noch den EVA Anzug, hatte aber den Helm abgenommen. Diverse Flüche rezitierend stellte sie einen Glasbehälter geräuschvoll auf die Konsole vor Hunter ab und beide nannten einen Namen: Perry.

    Was das Behältnis betraf, es war eine für ethanolhältige Genussmittel bestimmte Flasche. Wie die beiden auf den Namen Perry kamen, war mir nicht bekannt. Da beide gleichzeitig redeten, war es für mich ein Problem die Kommunikation zu beantworten und ich mahnte zur Ruhe.


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