CMD Delila Vatak - CMO - Log 11 - 2019.11



  • Hauptpersonen: Hunter, Asu
    Nebenpersonen:
    Wörter: 484

    Shuttle

    Persönliches Logbuch Commander Delila Vatak,

    Wir befinden uns noch immer im Hangar der USS Phyrrus und der Zustand der Crew macht mir aus medizinischer Sicht Sorgen. Meine Cheftechnikerin Asu hatte in einem irrationalen Moment und mit energischem Nachdruck auf einige Ungereimtheiten des Schiffes hingewiesen, die zwar zu einem Teil valide, jedoch im Moment vollkommen irrelevant waren. Ich nehme ihre Bedenken gegenüber der Ungereimtheit zur Kenntnis, werde aber mit der Mission wie angedacht fortfahren und dabei versuchen den Stresspegel der Crew zu senken.

    Um für die Sicherheit der Crew zu gewährleisten, war es nötig, dass die Sicherheit das Schiffswrack so gut es geht unter Kontrolle hält. So schlug mein Sicherheitsoffizier vor, dass kleine Teams abseits von den regulären Aufgaben im Schiff stöbern sollten, um nach Auffälligkeiten sowie möglichen Ersatzteilen zu suchen und Waffen zu sichern. So war für die Technik ausreichend an Sicherheit gegeben und vielleicht fand man erschließenswerte Sektionen oder konnte weitere Gefahrenquellen eliminieren.

    Da die Technik in ihren Berichten von keinen nennenswerten Gefahren ausging, hob ich die Kommunikationssperre am internen ODN auf und lies normale Kommunikation mit verminderter Reichweite zu, sodass sich die Teams zumindest untereinander verständigen konnten.

    Ich für meinen Teil saß wieder einmal in meiner Koje fest um mich "zu erholen", ohne eine nennenswerte Chance unbemerkt etwas zu tun. Man würde mich auf meine Ruhezeiten hinweisen und zusehen, dass ich diese einhielt. Also tat ich das Einzige was mir übrig blieb: Ich glich die Wartungshandbücher und Pläne der Miranda-Klasse mit den Sensordaten und Berichten der Technik ab.

    Die Analyse dauerte aufgrund vieler ungenauer Parameter und Unbekannten 5 Stunden, 19 Minuten und 17 Sekunden. Aufgrund der Beschaffenheit der Systeme und der Redundanzen in diversen Bereichen untermauerte sie weitgehenst die Behauptungen der Technikerin, dass hier etwas nicht stimme und man mit der Wahrscheinlichkeit von 97.8% von Sabotageakten ausgehen durfte.

    Was unsere Situation betraf hieß das, mit erhöhter Vorsicht vorzugehen ohne Verdacht zu erregen. Als ich mich vom simulierten Erholen wieder in das Cockpit begab, winkte ich die Leiter zu mir. Hunter und Asu erschienen noch leicht desorientiert, aber ich hatte keine Zeit zu verlieren und drückte den beiden ihren Raktajino in die Hand, den ich letzten Zyklus bei ihnen gesehen hatte.

    Mit meiner Tasse meines Getränks in der Hand versuchte ich die Sache diplomatisch angehen, indem ich Asu fragte, was es eigentlich bräuchte um ein Schiff derart außer Gefecht zu setzen.

    Asu ihrerseits seufzte und begann Dinge aufzuzählen und unterbrach sich selbst, wobei sie hustend Kaffee über Hunter spuckte. Mit weit geöffneten Augen und geweiteten Pupillen sah sie mich direkt an und fluchte leise. Hunter saß da, während ihm der klingonische Kaffee von der Nase tropfte und blinzelte vor sich hin um die Nachricht zu verdauen. Als er beim Wort 'Sabotage' aus Asus Mund sich die Flüssigkeitsreste aus dem Gesicht wischen wollte, stand auch er sichtlich unter Hochstress. Wieso ihm deshalb der Kaffee aus der Nase kommen musste, bleibt dabei ein Mysterium.


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